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Krieg der Barrikaden:

Die Angriffe serbischer Nationalisten auf österreichische Friedenstruppen – und ihre Folgen.

Belgrader Nationalisten hetzen die Kosovo-Serben gegen österreichische und deutsche Friedenstruppen auf. Damit setzt Serbien seine EU-Kandidatur aufs Spiel.

Es wirkt wie die Ruhe nach dem Sturm – könnte aber auch nur die Ruhe vor dem nächsten sein. Mittwoch vergangener Woche am Rand des 100-Seelen-Örtchens Jagnjenica bei Mitrovica im nördlichen Kosovo: Auf einer Wiese lagern rund 100 Serben aus der Umgebung, Lagerfeuer brennen, Tee wird herumgereicht.

Man könnte meinen, hier finde ein friedliches Picknick statt, wenn da nicht der umgestürzte Autobus mit den zerschlagenen Scheiben im Hintergrund wäre; der ausgebrannte Lastwagen mit den angekokelten Baumstämmen auf der Ladefläche; und die Pandur-Radpanzer, auf denen vermummte Soldaten mit Plexiglas-Schutzschilden Stellung bezogen haben. Um die Fronten der Militärfahrzeuge windet sich Stacheldraht, hinter den Geschütztürmen sind österreichische Fahnen aufgepflanzt. Auf dem Wrack des Autobusses flattern serbische Flaggen. (weiterlesen…)

diepresse.com: Acht österreichische KFOR-Soldaten im Kosovo verletzt

Nach Zusammenstößen mit ortsansässigen Serben wurden zwei KFOR-Soldaten “mittelschwer” verletzt, sechs wurden ambulant behandelt. Zwei deutsche Bundeswehr-Soldaten wurden angeschossen.

Bei schweren Auseinandersetzungen zwischen Serben und Soldaten der internationalen Schutztruppe KFOR sind am frühen Montagabend acht österreichische Soldaten verletzt worden. Günter Ruderstaller vom Streitkräfteführungskommando in Graz bestätigte  entsprechende internationale Berichte. Zwei der heimischen KFOR-Soldaten seien “mittelschwer verletzt” worden, so Ruderstaller. Die sechs weiteren österreichischen Mitglieder der Schutztruppe hätten ambulant behandelt werden können und befänden sich wieder im Einsatz. (weiterlesen…)

Kurier.at: Kosovo: Österreichische Soldaten verletzt

Bei Krawallen um eine serbische Straßenblockade wurden 25 KFOR-Soldaten zum Teil schwer verwundet.

Es ist ein seit Monaten schwelender Konflikt, der sich da am Montag dramatisch entlud – mit Gummigeschossen, Feuerwerkskörpern, Tränengas, Wasserwerfern und allem Anschein nach auch scharfer Munition. Fazit: 25 verletzte Soldaten der NATO-Schutztruppe KFOR, darunter acht Österreicher, zwei davon schwer; und bis zu 30 verletzte Zivilisten, die die deutschen und österreichischen Soldaten angegriffen hatten. Schauplatz der Auseinandersetzung: Jagnjenica, ein von ethnischen Serben bewohntes Nest im Nordkosovo nahe der Stadt Mitrovica. (weiterlesen…)

Libanon: Milizsoldaten kontra Söldner

Das Bundesheer setzt beim Libanon-Einsatz auf Milizsoldaten. Andere Armeen müssen bereits Söldner engagieren.

Der Libanon-Einsatz des Bundesheeres ist nur durch Miliz-Soldaten möglich. Aus dem Zivilleben holte sich das Heer jene Spezialisten, die in der Lage sind, die komplizierten UNO-Geräte zu bedienen.
Der Auftrag der Vereinten Nationen erforderte eine Logistik-Kompanie. Schwere Sonderfahrzeuge und Aggregate stellt die UNO. Wo soll te man aber ohne lange Vorlaufzeiten so rasch die Mechaniker, Kraftfahrer und Aggregatwarte hernehmen?

Die Lösung heißt Miliz und Reserve. Gemeint ist der Pool von ehemaligen Rekruten, die im Zivilleben eben jene Maschinen bedienen. So stehen unter den 154 österreichischen UNIFIL-Soldaten 56 reaktivierte Miliz/Reservisten – immerhin ein Drittel.

In der Einsatzvorbereitung wurde ihr militärisches Wissen wieder aufgefrischt. Und keiner kniff, als der Einsatzchef, Generalleutnant Christian Segur-Cabanac, am Rande der Verabschiedung in Eisenstadt verkündete, dass sie nun vor dem Hintergrund des Arabischen Frühlings, der Gewaltwelle in Syrien und der innerlibanesischen Spannungen an einen absoluten “Hot Spot” der Weltpolitik abrücken. Einer von ihnen ist der 48-jährige Zugsführer Stefan Smoliner aus Villach. Er rüstete 1983 ab und wanderte aus. Unter anderem war er in Neuseeland Stadtbusfahrer. Jetzt ist er wieder da und will beim Libanon-Einsatz als Tankwagenfahrer einfach nur Geld verdienen.

Die Berufsarmeen tun sich schwerer. Etwa die Spanier. Das zeigte sich spätestens bei einem Anschlag im Jahr 2007, als sechs Soldaten der spanischen Armee bei einer Bombenexplosion getötet wurden. Vor Ort erfuhr der KURIER, dass drei der Toten eigentlich kolumbianische Staatsbürger in spanischen Diensten waren. Mit anderen Worten: Die spanische Armee muss trotz der hohen Arbeitslosigkeit im eigenen Lande wegen akuter Rekrutierungsprobleme bereits auf Söldner zurückgreifen.

Kurier.at

Libanon: Regierung beschließt Entsendung von Soldaten

Am Dienstag hat der Ministerrat die Entsendung von etwa 160 Soldatinnen und Soldaten in den Libanon beschlossen. Der Hauptausschuss im Nationalrat muss die Beteiligung am UNO-mandatierten UNIFIL-Friedenseinsatz noch bestätigen. Die Einsatzdauer ist vorläufig für insgesamt ein Jahr vorgesehen. Der Großteil der Truppe soll im November im Einsatzgebiet eintreffen. Ende November soll die volle Einsatzbereitschaft gegeben sein.

Maßgeblicher Beitrag des Bundesheeres

“Unsere Schwerpunkte bei den Auslandseinsätzen sind der Westbalkan und der Nahe Osten. Der Libanon-Einsatz passt damit in unsere Auslandseinsatz-Strategie. Das Bundesheer wird mit dieser neuen Beteiligung einen maßgeblichen Beitrag zum Erfolg einer weiteren bedeutsamen UNO-Mission im Nahen Osten leisten”, sagt Verteidigungsminister Norbert Darabos.

Transporteinheit

Die Vereinten Nationen ersuchten Österreich im Juli 2011, die Transporteinheit im Rahmen der “United Nations Interim Forces in Lebanon” (UNIFIL) beizustellen. Diese Transporteinheit bedient das ganze Einsatzgebiet der Mission und beinhaltet ein Kommando/Stabselement, einen Versorgungszug, zwei Transportzüge, einen Instandsetzungszug und ein Spezialisten der Feuerwehr. “Derzeit befinden wir uns in der Formierung des Kontingents. Es freut mich, dass das erforderliche Personal bereits zu 100 Prozent verfügbar ist”, so Darabos.

Das Hauptquartier der UN-Mission befindet sich in Naquora im Südwesten des Libanon. Hier übernehmen die Österreicher im November vom dänischen Kontingent rund 100 Fahrzeuge vom Geländewagen, über Tankfahrzeuge bis zum Sattelschlepper.

Sicherheit für Bevölkerung

Im Rahmen von UNIFIL stellen 35 Staaten rund 12.000 Soldatinnen und Soldaten. Diese führen Patrouillen durch, betreiben Checkpoints und unterstützen die libanesischen Sicherheitskräfte. Durch diese signifikante internationale Präsenz wird die Lage beruhigt und Sicherheit für die lokale Bevölkerung gewährleistet.

Der Einsatz basiert auf den UNO-Resolutionen 425 (1978), 426 (1978) und 1701 (2006). Im Jahr 2006 beschloss der UN-Sicherheitsrat eine Verstärkung von UNIFIL von 2.000 auf bis zu 15.000 Blauhelme und eine maritime Komponente.

ots.at, www.bundesheer.at

Österreichische Offiziersgesellschaft: Geld und Reformen vor Auslandsexpeditionen

Libanoneinsatz des Bundesheeres erfordert mehr Geld

Das im internationalen Vergleich drastisch unterdotierte österreichische Verteidigungsbudget wird seit Jahren durch sehr teure Auslandseinsätze belastet. Notwendige Investitionen für die Hauptaufgaben im Inland wie zB zeitgemäße Unterkünfte für die Grundwehrdiener, eine moderne Ausrüstung für alle Soldaten und eine einsatzorientierte Ausbildung durch die für jede Armee notwendigen und von der Truppe gewünschten Übungen bleiben auf der Strecke. (weiterlesen…)

Bundesheer im Libanon: Gefährliche Mission

Veröffentlicht in ÖVP,Bundesheer,Kosten,Parlament,Regierung,SPÖ,UN von oeaab.fcg.goed - 1. August 2011
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Nach einem rund ein Jahr andauernden Streit einigen sich Verteidigungsministerium und Außenministerium

Und er bewegt sich doch: Verteidigungsminister Norbert Darabos (SP) kann sich nach einem rund ein Jahr andauernden Streit mit Außenminister Michael Spindelegger (VP) vorstellen, österreichische Blauhelme in den Libanon zu schicken. Eine Logistik-Einheit soll (weiterlesen…)

Serbien-Kosovo: Zollstreit eskaliert

Ethnische Serben haben bei einem Grenzposten NATO-Soldaten beschossen. Nun soll sich der UNO-Sicherheitsrat damit befassen

Ein Zollstreit zwischen Serbien und Kosovo gipfelte in Gewalt, Feuer und einer Schießerei. Die internationale Schutztruppe KFOR hat deshalb in der Nacht auf Donnerstag die Kontrolle über den Grenzübergang Jarinje übernommen. Zuvor hatten ethnische Serben nach einem Angriff (weiterlesen…)

Darabos gibt grünes Licht für Entsendung nach Zypern

Bundesheer-Offizier Leiter des europäischen Erkundungs- und Expertenteams

Verteidigungsminister Norbert Darabos hat am Freitag Nachmittag (15/07/2011) die Entsendung eines Offiziers des Österreichischen Bundesheeres für einen Hilfseinsatz nach Zypern genehmigt. Nach der Explosion von mehreren Munitionscontainern am 11. Juli in Zypern wurde im Rahmen des Europäischen Zivilschutz-Mechanismus (EUCPM) internationale Hilfe angefordert. Zypern hat u.a. um Einmeldung von Experten ersucht. Das Österreichische Bundesheer stellt nun mit Brigadier Dr. Alois Hirschmugl (weiterlesen…)

Uraltflugzeuge fürs Heer: Hochfliegende Pläne

Eurofighter, die auf dem Boden blieben, als Mahnmal einer undurchdachten Sparpolitik

Wäre es nach den Einflüsterern des damaligen Bundeskanzlers Wolfgang Schüssel gegangen, dann hätte Österreich heute eine der modernsten Luftwaffen Europas: In seinen Hangars stünden 30 Eurofighter der neuesten Bauart (nicht 15 der unausgereiften Tranche 1). In den kommenden Jahren würde auch noch ein modernes Trainingsflugzeug beschafft – wohl die Aermacchi M-346, an deren Entwicklung Österreich viel Interesse gezeigt hat, ohne das an die große Glocke zu hängen. Bei internationalen Einsätzen würden nicht Fußsoldaten, wie sie jedes Entwicklungsland stellen kann, entsendet – Österreich wollte der Uno Kampfflugzeuge anbieten, um etwa Flugverbotszonen zu überwachen, was erstens weniger Risiko und zweitens mehr Prestige bedeutet.

Im Gegenzug hätte man bei der klassischen Landesverteidigung sparen wollen. Das immerhin ist passiert.

Man hat aber schon unter Schüssel die hochfliegenden Pläne zurückgestutzt, seine Nachfolger machten weiter. Geblieben ist eine Billigvariante der Eurofighter, deren Betriebskosten angesichts ihres reduzierten Nutzens umso absurder erscheinen. Deshalb drängen die Militärs darauf, ein Trainingsflugzeug anzuschaffen, das im Notfall auch als Reserve-Abfangjäger dienen kann. Die F-5 erscheint passend – den Betrieb von Uraltflugzeugen ist man ja gewohnt. Und der Eurofighter bliebe die meiste Zeit auf dem Boden: als Mahnmal einer undurchdachten Sparpolitik. (Conrad Seidl, STANDARD-Printausgabe, 16./17.7.2011)

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